„Das Lied der Dunkelheit“ von Peter V. Brett

Fantasy Rezensionen

Mit Fantasy kann man mich fast immer begeistern und ich freue mich, wenn ich wieder einmal einen neuen Autor entdecke, dessen Bücher einfach überragend sind. Die Rede ist von Peter V. Brett. Vor einem Jahr habe ich Das Lied der Dunkelheit geschenkt bekommen und nun endlich, an den freien Tagen zwischen den Jahren habe ich mich dem fast 800 Seiten starken Buch endlich einmal gewidmet …

Das Lied der Dunkelheit ist ein Epos voller Magie und Abenteuer. Es handelt von Mut und Heldentum, von Aufopferung und von einem Feind, der die Dunkelheit beherrscht.

Die Geschichte

In der Dunkelheit lauert die Gefahr. Das muss Arlen erfahren, als seine Mutter bei einem Dämonenangriff ums Leben kommt und sein Vater nur tatenlos zusieht. Er flieht aus dem kleinen Dorf Tibbets Bach, um die Menschen zu finden, die den Kampf gegen die Dämonen noch nicht aufgegeben haben, die Nacht für Nacht gegen die erbitterten Feinde kämpfen, die gnadenlos jeden Menschen umbringen, der sich in ihre Nähe begibt. Er flieht nach Fort Miln und geht dort als Bannzeichner in die Lehre, doch die Stadt ist gesichert und er weiß, warum er aus seinem Heimatdorf geflohen ist – gegen die Dämonen der Dunkelheit zu kämpfen. Also zieht er als Kurier weiter, durch die gnadenlose Wüste nach Fort Krasia, über gefährliche Wege nach Lakton und er merkt, dass er seinen Körper einsetzen kann, um den Dämonen zu trotzen. Als er auf die Kräutersammlerin Leesha und den Jongleur Rojer trifft, wird ihm wieder bewusst, was sein eigentliches Ziel war: den Menschen zu helfen.

Weit ist die Welt – und dunkel …

Das Lied der Dunkelheit von Peter V. Brett ist der Auftakt einer fantastischen und mitreißenden Fantasy-Reihe, dem Dämonenzyklus. Im Vordergrund stehen hierbei drei vollkommen verschiedene Charaktere, die man über eine relativ große Zeitspanne durch ihr Leben begleitet, ihre Erlebnisse, Erfahrungen und Ängste teilt und sie jede Nacht gegen die schrecklichen Dämonen kämpfen sieht. Arlen wächst in Tibbets Bach auf, doch nach dem grauenvollen Tod seiner Mutter verschlägt es ihn nach Fort Miln, wo den Weg des Bannzeichners und Kuriers einschlägt. Leesha stammt aus dem Tal der Holzfäller, geht dort in die Lehre als Kräutersammlerin und Rojer, aus dem Ort Flussbrücke, macht sich als Jongleur einen Namen. Diese drei Protagonisten haben eines gemeinsam: den Feind – die Dämonen. Bei Einbruch der Dunkelheit, steigen sie aus dem Nest, dem Horc, auf und tyrannisieren die Welt. Die Menschen erleiden dabei starke Verluste, denn sie wissen nicht, wie sie sich gegen die Feinde zur Wehr setzen sollen. Sie fürchten sich. Arlen allerdings ist sich sicher, dass die Dämonen besiegt werden können und er entscheidet sich für einen Weg, der nicht nur sein eigenes Leben verändert.

Peter V. Brett ist es gelungen, mich vollkommen in den Bann der Geschichte zu ziehen. Seite um Seite habe ich umgeblättert und dann konnte ich das Buch doch wieder nicht aus der Hand legen. Ich wollte den Protagonisten auf ihrem Weg folgen, sie begleiten und wollte immer wieder aufs Neue erfahren, wie es ihnen ergeht. Nach den ersten Kapiteln war ich überrascht, dass sich die Handlung nicht nur auf den jungen Arlen bezieht, sondern ebenfalls auf Leesha und Rojer, doch schon nach den ersten Zeilen der beiden Charaktere, konnte ich auch ihnen bedingungslos folgen. Über mehrere Seiten und Kapitel erstrecken sich die Handlungsstränge der einzelnen Charaktere. Ein grandioser Stil, der mir hervorragend gefallen hat. So konnte ich mich lange auf einen Charakter fokussieren. Das Grundgerüst von Arlen, Leesha und Rojer ist zwar vollkommen unterschiedlich, doch sie eint der Feind, der Kampf gegen die Dämonen der Dunkelheit.

Das Lied der Dunkelheit hat mich mit überraschenden Wendungen, fantastischen Charakteren und einem einzigartigen Setting überzeugt. Peter V. Bretts Schreibstil ist absolut mitreißend und packend und die wenige Emotionalität macht die Brutalität der Dämonen wieder wett, mit der vor allem am Ende nicht gegeizt wird. Kampfszenen, die bis in alle Einzelheiten erzählt werden, die im Kopf zu einem einzigartigen Kino zusammenwachsen. Einfach klasse! Eine grandiose Mischung!

Fazit

Peter V. Bretts Das Lied der Dunkelheit ist ein mehr als gelungener Auftakt der Dämonenzyklus-Reihe und ich blicke freudestrahlend auf die folgenden Bände der Reihe. Eine unglaubliche Handlung, starke Charaktere, ein spannendes Setting und ein packender Schreibstil. Ein absolutes Highlight für alle Fantasy-Fans!


Bibliografische Angaben

Peter V. Brett: Das Lied der Dunkelheit
The Painted Man
Verlag: Heyne
Genre: Fantasy
ISBN: 978-3453524767
Seiten: 795

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.