Der März hatte einiges zu bieten. Neben der spannenden Leipziger Buchmesse zeigte sich endlich der Frühling. Die Sonne schien länger, es blieb länger hell und die Temperaturen stiegen auf mehr als zehn Grad. Aber nicht nur in dieser Hinsicht war der Monat ein voller Erfolg, sondern auch was meine Bücher betrifft. Drei wunderbare Bücher habe ich gelesen und gekauft habe ich mir noch so viel mehr.

Wie immer habe ich die Buchmesse recht kurzfristig geplant, denn ich war mir gar nicht sicher, ob ich dieses Jahr wirklich nach Leipzig fahren wollte. Aber dann habe ich mich doch dafür entschieden. Die Fahrt dauerte ganze sechs Stunden, denn dort herrschte das absolute Schneechaos. Nichts war gestreut und natürlich wollte gefühlt die ganze Welt auf das Messegelände. Umso glücklicher war ich dann, dass wir schnell zum Messegelände fahren konnten, da ich mich habe akkreditieren lassen. Es lohnt sich immer wieder. Ich habe mir zuvor keine Veranstaltungen heraus gesucht, da ich dieses Mal nur schlendern wollte. Es gibt so vieles zu sehen, dass man froh ist, wenn man an einem Tag gerade mal alle Hallen durchlaufen kann. Da schaffe ich es gar nicht, mir noch Lesungen anzuhören oder etwas in der Art. Aber dennoch war der Buchmessetag wirklich schön und ein paar Bücher habe ich mir dort auch gekauft.

Ausgelesenes Lesefutter

„Der Name des Windes“ von Patrick Rothfuss | 860 Seiten

Es gibt Autoren, die schreiben ihre Geschichten mit vielen Worten und kommen dennoch nicht auf den Punkt. Patrick Rothfuss braucht viele Worte, um seine Welt, seine Geschichte entstehen zu lassen, doch es lohnt sich, seinen Worten zu folgen, seinen Geschichten zu lauschen, denn dieses Buch hat mich vollkommen in seinen Bann gezogen. Die Charaktere sind wunderbar und Kvothe, der Protagonist, war mir von Anfang an sympathisch. Das Setting ist fantastisch und absolut mitreißend. Patrick Rothfuss konnte mich mit seinem ruhigen und gefassten Schreibstil umhauen und daher freue ich mich ganz besonders auf den zweiten Teil dieser unglaublich tollen Reihe.

Hier könnt ihr lesen, was mich alles an dieser Geschichte begeistert hat.

„Der Marsianer“ von Andy Weir | 509 Seiten

Ich habe dieses unglaubliche Buch gelesen, das mich zum Weinen und zum Lachen gebracht hat. Ich habe nicht erwartet, dass Andy Weir mich so überzeugen kann. Der Marsianer ist bereits jetzt mein absolutes Jahreshighlight! Der fantastische, atemberaubende Science Fiction-Roman ist absolut beeindruckend und Mark Watneys Kampf ums Überleben zehrt an den Nerven. Ich habe um ihn gebangt, seine Fortschritte verfolgt und seine Gedanken und ich habe gehofft, dass er gerettet wird. Von der ersten bis zur letzten Seite dauerte der Spannungsbogen an und am Ende saß ich in Tränen aufgelöst vor dem Buch und konnte gar nicht begreifen, dass dieser bewegende Roman nun zu Ende ist. Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eine überragende Geschichte vor euch habt und ihr die Charaktere ziehen lassen müsst, weil die Geschichte zu Ende ist? Grauenvoll! Aber dennoch: Absolut grandios!

Lest hier, warum das Buch für mich so bedeutend ist.

„Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ von Matt Haig | 295 Seiten

Leider gab es im März auch ein Buch, welches mich gar nicht begeistern konnte: Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben. Es ist eigentlich eine Autobiografie Matt Haigs, der früher an Depressionen litt und sein Leben nach und nach wieder in den Griff bekam. Es ist schade, wenn ein Buch so gar nichts positives in sich vereinen kann. Ein negativer Gedanke reiht sich an den nächsten und so zog mich das Buch immer weiter herunter. Ich habe sogar überlegt, das Buch zur Seite zu legen, doch dann habe ich die knapp 300 Seiten doch beendet. Ich glaube, das Menschen diese Lebensgeschichte helfen kann, wenn sie selbst unter Depressionen leiden oder gelitten haben, doch für mich war die Autobiografie vor allem anstrengend.

Neu im Bücherregal

„Die Furcht des Weisen I“ – Patrick Rothfuss
„Die Furcht des Weisen II“ – Patrick Rothfuss
„Das Buch der Spiegel“ – E. O. Chirovici
„Das letzte Nashorn“ – Lodewijk van Oord
„Ziemlich gute Gründe, am Leben zu bleiben“ – Matt Haig
„Hexenmacht“ – Kai Meyer
„Artemis“ – Andy Weir
„Das Lied der Krähen“ – Leigh Bardugo

Die Buchmesse hat ein bisschen dazu beigetragen, dass im März so viele Bücher bei mir eingezogen sind. Außer diesen acht habe ich mir ebenfalls das The Lord of the Rings Sketchbook gekauft, was unglaublich viele Illustrationen von Alan Lee beinhaltet und zusätzlich noch einiges an Wissen vermittelt. Ich habe noch nicht sehr intensiv hineingeschaut, aber ich freue mich schon sehr darauf.

Nachdem mir Der Name des Windes so gut gefallen hat, konnte mich mir auch endlich die Folgetitel kaufen und ich hoffe, dass sie mir auch gefallen werden. Das Buch der Spiegel besitzt ein unglaublich schönes Cover, aber auch hier klingt die Handlung sehr spannend und ich kann gar nicht sagen, wie ich mich auf die ganzen neuen Bücher freue. Da mein SuB nun ins Unermessliche steigt, habe ich mir ein Buchkaufverbot auferlegt, bis ich die meisten davon gelesen habe. Ich hoffe, das dauert nicht allzu lange, aber ein paar Monate werde ich damit wohl beschäftigt sein. Allerdings werde ich mir ein paar Ausnahmen genehmigen, denn in den nächsten Monaten kommen noch so viele Bücher raus, die ich unbedingt haben bzw. dann auch lesen möchte. Jede Regel braucht eine Ausnahme …

Blogosphäre

Neben zwei wunderbaren und grandiosen Büchern habe ich einige tolle Filme gesehen. Zum einen habe ich mich wieder mit The Lord of the Rings beschäftigt und alle drei Filme in der Extended Edition gesehen, was mich wie immer vollkommen überwältigt hat. Außerdem musste ich nach Der Marsianer doch auch den passenden Film dazu sehen. Ich hatte Angst, dass mich der Film enttäuschen wird, doch ich war begeistert. Natürlich fehlen einige Elemente aus dem Buch, doch die Geschichte und die Rettung Mark Watneys ist dennoch überzeugend gelungen. Matt Damon hat seine Rolle toll gespielt und auch die anderen Schauspieler mochte ich sehr. Alles in allem eine tolle Buchverfilmung.

Durch die Sonne und die wärmeren Tage bin ich wesentlich motivierter, zu lesen und freue mich sehr auf meine neue Lektüre, den zweiten Teil der Königsmörder-Chroniken: Die Furcht des Weisen.

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