Liebe Literaturjunkies,

das Ende des Jahres ist nah und natürlich möchte ich euch auch in diesem Jahr meine Lieblingsbücher vorstellen, diejenigen, die mich bewegt haben, mich an ihre Seiten, ihre Geschichten fesselten. Willkommen zu meinem Jahresrückblick!

Lieblingsbücher

In 2017 habe ich gerade einmal 23 Bücher gelesen. Eine miserable Leistung, die mich erschüttert. Es ist unglaublich, wie wenig ich gelesen habe, wobei ich doch so viele wunderbare neue Bücher habe, die alle noch darauf warten, begonnen zu werden. Dennoch habe ich mir fünf Highlights ausgewählt, die ich euch ans Herz legen möchte, denn sie haben mich begeistert. Entweder mit ihrer wahnsinnig spannenden und wissenschaftlichen Geschichte oder schlichtweg mit der Fantasie, mit der sie auf ganzer Linie überzeugen konnten. Schon alleine die Gedanken daran lassen mich ganz aufgeregt werden.

„Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär“ von Walter Moers

Als erstes Buch im Jahr 2017 hat Walter Moers mit seinem fantastischen Roman Die 13 1/2 Leben des Käpt’n Blaubär mein erstes Jahreshighlight geschaffen. Er hat mich überrascht und eine neue Welt eröffnet, in der der Protagonist Blaubär durch die unterschiedlichsten Leben reist. Literarisch einzigartig und wunderschön hat mich Moers entführt und sein aufregender Schreibstil trifft auch in diesem Roman den Nerv der Zeit. Lange, komplizierte Wörter, unglaubliche Namen, die sich niemand merken kann und eine Geschichte, die verrückter ist als jede andere. Textpassagen, die dich zum Lachen bringen und wiederum welche, die dich nachgrübeln lassen über das gerade Gelesene – eine wunderbare Mischung.

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„Anleitung zur Schwerelosigkeit“ von Chris Hadfield

Mit diesem Buch habe ich meine erste Autobiografie gelesen: Die Autobiografie über den kanadischen Astronauten Chris Hadfield, der dreimal in den Weltraum flog. In dieser Lektüre berichtet er über seinen Start als Astronaut, erzählt, dass man als Astronaut mehr Zeit auf der Erde mit Simulationen verbringt als im Weltraum und zeigt, was wir im All für unser eigenes Leben lernen können. Das Weltall ist für mich eine Faszination, die man niemals vollständig begreifen kann, da sie aus so unglaublich vielen Facetten besteht. Hadfield jedoch zeigt, was das Leben im All ausmacht, wie sich der Blickwinkel verändert und was wir selber daraus schöpfen können – nämlich die Wichtigkeit der kleinen Dinge im Leben, denn auch diese bringen dich im Leben weiter und öffnen dir die Augen.

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„Salz für die See“ von Ruta Sepetys

Der Untergang der Wilhelm Gustloff ist emotional, ergreifend, erschreckend und vor allem schockierend und ich habe nicht erwartet, dass mich dieser Roman so mitreißt. Die Geschichte beruht auf Tatsachen und geschah im Zweiten Weltkrieg. Wissenschaftlich überzeugt hat mich Sepetys auf unheimlich Art und Weise, denn ihr schonungsloser Schreibstil spiegelt das Grauen des Themas, der Geschichte, wieder, die zwar in der Vergangenheit geschehen ist, doch auch heute immer noch wichtig ist. Die Charaktere sind sehr überzeugend, vollkommen unterschiedlich, aber dennoch grandios vereint in diesem packenden Roman.

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„Die Knochenuhren“ von David Mitchell

David Mitchell ist bekannt für seinen anspruchsvollen Schreibstil, den ich nun auch endlich kennen lernen durfte in dem Roman Die Knochenuhren, der für mich wohl das absolute Jahreshighlight ist. Mitchell vereint Fantasie und Realität in einer Geschichte zu einem Meisterwerk, das mich durch viele Jahre geführt hat, in eine Zukunft, die gar nicht so unwahrscheinlich ist. Es geht um uns, die Menschen. Wir sind nur ein winzig kleiner Teil dieser Erde und doch haben wir die Kraft, diese zu zerstören. Absolut mitreißend und überwältigend erzählt David Mitchell eine Geschichte, die durch viele Jahrzehnte führt immer an der Seite von Holly Skyes. Detailliert und fantastisch wurde ich durch die Realität geführt, die ebenfalls die Fantasie ist. Überzeitliches wird grandios eingebaut und weckt Hoffnungen, ist aber gleichsam zerstörerisch und fatal. Der einzigartige und wunderschöne Schreibstil schreit nach mehr. Überzeugt euch selbst von der unglaublichen Wortgewalt des Autors und lest diesen grandiosen Roman, der verborgene Träume weckt.

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„Die Terranauten“ von T. Coraghessan Boyle

Können wir eine neue Welt erschaffen, um uns vor dem Untergang unserer eigenen zu retten? Können wir das menschliche Leben nachbilden in einem geschlossenen Ökosystem oder ist das nur ein weiterer Versuch, sich aus der Verantwortung zu ziehen? Dürfen wir neues Leben nachbilden, während wir unser Leben gleichermaßen zerstören, indem wir unseren Planeten zerstören?  Boyle beschäftigt sich mit diesen Fragen, angelehnt an das Experiment Biosphäre 2, bei dem sich acht Menschen in ein Glashaus in Arizona sperren ließen. Allerdings interessiert ihn nicht so sehr die ökologische Frage des Experiments, sondern vor allem die seelischen Zerrüttelungen, die zwischen den Bewohnern entstehen. Mich hat dieser Roman bewegt und erschüttert, nicht zuletzt aber auch beeindruckt und mir gezeigt, wie wichtig es ist, unsere eigene Welt zu retten, um schließlich uns selber zu retten.

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Blogosphäre

Ein Jahr lang habe ich nun eine eigene Domain, die ich pflege und ich bin noch immer sehr glücklich darüber, dass ich diesen Schritt gewagt habe und sich mein Design zum Positiven verändert hat. Außerdem habe ich meinen Blog, der vorher Bookmark hieß, zu Literaturjunkie umbenannt, da ich somit viel mehr ausdrücken kann.

Meine Abschlussarbeit durch Mittelerde

Im September habe ich euch meine Abschlussarbeit präsentiert, den Reiseführer durch Mittelerde, an dem ich ganze fünf Monate gearbeitet habe. Daraufhin habe ich unglaublich viele tolle Rückmeldungen bekommen. Ich habe mich sehr über das Interesse an diesem Beitrag gefreut, der mit 24 Kommentaren bisher die höchste Quote auf meinem Blog hat. Mehr als das habe ich mich aber natürlich darüber gefreut, wie begeistert ihr von dieser Arbeit gewesen seid, die ein absolutes Herzensprojekt war. Tolkien hat mich mit dem Herrn der Ringe begeistert und ich wollte diese Welt, Mittelerde, aus einer ganz eigenen Perspektive einfangen. Außerdem habe ich dies mit vielen, vielen Skizzen und Illustrationen verfeinert und auch heute schaue ich mir mein Werk sehr gerne an, um noch einmal in die Welt einzutauchen.

Die erste Leiziger Buchmesse

Im letzten Jahr war ich in Frankfurt auf der Buchmesse und in diesem Jahr habe ich es endlich geschafft, auch nach Leipzig zu fahren, was eine vollkommen andere Erfahrung war, als in Frankfurt, da ich mich wesentlich besser vorbereitet habe. Die Buchmesse war unglaublich toll und ich habe Kai Meyer, Sebastian Fitzek und Markus Heitz getroffen. Von Fitzek habe ich einige Bücher von meiner Schwester signieren lassen und Kai Meyer hat sein neues Buch Die Krone der Sterne signiert. Im Oktober habe ich es leider nicht geschafft nach Frankfurt zu fahren, was sehr schade war, doch ich hoffe, dass ich es 2018 schaffe.

#hdrreadathon

In diesem Jahr startete außerdem der #hdrreadathon, der von Anabelle ins Leben gerufen wurde. In zwei Monaten sollten wir alle drei Teile des wunderbaren Buches Der Herr der Ringe lesen und natürlich habe ich daran teilgenommen. Es war ein tolles Erlebnis und somit habe ich die Bücher zweimal in einem Jahr gelesen, was mich allerings keinesfalls behindert hat, denn Details gehen schnell wieder verloren. So konnte ich mich dennoch schnell in die Geschichte hineinversetzen und die Charaktere und dessen Weg verfolgen.

Bewegende Filme

Zwei Filme sind mir dieses Jahr besonders in Erinnerung geblieben: The Circle und Passengers. Die Geschichten dieser beiden Filme haben mich beeindruckt und bewegt, nicht zuletzt durch die grandiose Besetzung. Emma Watson und Tom Hanks stehen in The Circle vor der Kamera und vor allem Tom Hanks kenne ich aus so vielen ganz unterschiedlichen Filmrollen. Er ist unglaublich wandelbar und passt perfekt in diese Rollen hinein. In Passengers stehen Jennifer Lawrence und Chris Pratt vor der Kamera. Jennifer Lawrence ist natürlich bekannt aus Die Tribute von Panem, doch auch hier spielt sie die Rolle grandios.

 

Was waren eure Highlights im Jahr 2017?

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